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Selbstversorger am Land - klingt einfach: Salatbeet anlegen, Kartoffeln pflanzen, eine Ziege und ein paar Hühner halten und Obst von den eigenen Bäumen ernten. Wie aber schaut das ganze in der Stadt aus? Sind wir bemitleidenswerten Stadtpflanzen auf Gedeih und Verderb dem Einzelhandel ausgeliefert, wenn wir nicht verhungern wollen?

Diese Frage zu klären wird mein Projekt sein.

Alter: 41
aus: 8020 Graz
 



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Blog

Endlich weiß ich Bescheid!

Vor geraumer Zeit habe ich eine Anfrage an das Magistrat Graz getätigt, wie es denn aussieht mit dem Obst und dem ganzen Grünzeug auf öffentlichem Grund. Ob man davon denn einfach nehmen dürfe?

Und gestern kam die Antwort, hurra! In Graz ist es also ERLAUBT, die Äpfel und Zwetschken und Ringlotten und was da so alles wächst entlang der Mur auf öffentlichem Grund (also zum Beispiel entlang des Radweges) zusammenzuklauben und für den Eigenbedarf zu verwenden.

Heute habe ich mein bei Weltbild bestelltes Buch abgeholt: "Wildkräuter, Beeren und Pilze" und ein wenig darin geblättert. Leider ist für heuer schon ziemlich Sense, was das Sammeln von all den Sachen angeht, weil Graz ja Klimamäßig etwas voraus ist und hier die Zwetschken, Äpfel und all das Zeug schon vor geraumer Zeit reif waren und jetzt nur noch fauliges Obst davon herumliegt.

Aber nächstes Jahr werde ich sicher die frisch erworbenen Kenntnisse ausnützen!

Nebenbei kann ich ja noch bis zum ersten Schnee in den Bergen, wo mein Papa sein Haus hat, durch die Wälder streifen wenn ich mal grade nicht arbeiten muß!

22.9.09 22:30


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Nachtrag...

Ach ja, ein wenig Hintergrundwissen zu meiner Pflanzenwelt wär wohl nicht schlecht.

Also erst einmal zu meinem Fenstergarten: das hat vor drei Jahren mit ein paar Blühpflanzen begonnen, weil ich einfach was Buntes vor dem Fenster haben wollte. In meiner Wohnung in Wien, 4. Bezirk, 5 Stock. Ein Fenster mit einer Breite von 140cm (30 Quadratmeter Garconnierewohnung, da gibts dann freilich nur ein Fenster bei einem Raum...). Aufgrund der Höhe musste ich das Fensterkisterl klein und schmal halten, denn ich musste es ja ordentlich sichern können. Bei dem ständigen Wind in Wien - und der Gedanke, dass dieses Kisterl aus dem fünften Stock hinunterfallen könnte! In meiner Wohnung gabs natürlich jede Menge Blumen, ich hatte zwei so Teleskopblumenständer mit je vier Abstellflächen und darauf dann alles Mögliche, also Orchideen, Kalanchoen, Bambus und Kresse.

Als ich nach Graz gezogen bin, hatte ich plötzlich zwei (!!) Fensterbänke zu je 1 Meter Breite, 1. Stock und Morgensonne (zwei Zimmer, aber noch immer 30 Quadratmeter). Also gleich einmal Blumenkästen mit Wasserspeicher gekauft und dann die Blumen von Wien dekorativ darauf verteilt. An den Ecken habe ich irgendwelche Billigsdorfer Tomatenpflanzen eingesetzt, weil ich gehört hatte, dass diese Gelsen abhalten.

Was soll ich sagen? Die Tomaten gediehen so prächtig, dass ich praktisch täglich ernten konnte - bis dann die Nährstoffe in der Erde zu wenig wurden und die Pflanzen verkümmerten. Aber beinahe den ganzen Sommer hatte ich reichlich Tomaten, es war eine außerordentlich leckere Sorte mit etwa 3-5cm Durchmesser.

Im Jahr darauf wurde ich schon etwas experimentierfreudiger und habe außer den Tomatenpflanzen noch Pflücksalat gesät, Karotten und in einem Eck vor dem Küchenfenster eine Lavendelpflanze. Die Tomaten brachten reichlich Ernte, der Pflücksalat auch (obwohl er aufgrund der vielen Sonnenbestrahlung bald Läuse hatte und ich einen Kahlschlag machen musste, um ein Übergreifen auf den restlichen Pflanzenbestand zu vermeiden), der Lavendel wuchs sich zu einem richtigen Stock aus und hätte mir beinahe den Balkonkasten gesprengt. Nur die Karotten sind nix geworden, war aber irgendwo logisch, weil die Bewässerungskästen nicht besonders tief sind. Blumen gabs auch noch, Balkonprinz, die trotz der Konkurrenz durch das Gemüse prächtige Blüten hatten und im Herbst von meiner Mama "abgepelzt" wurden.

Heuer war ich dann etwas übermütig und habe im Pflanzenmarkt experimentiert: gelbe Tomaten, lilafarbene Paprika, Küchenkräutermischung, dreifärbige Blumen und drei Sorten Salat (als Stecklinge zu je 12 Cent gekauft). Außerdem Zucchini und Kohlrabi. Dazwischen mehrfärbige Blumen namens Portulakröschen, einen Efeu, Schokominze und natürlich Kirschtomaten. Es ist etwas viel geworden, im Ernst, ich habe eingekauft, als hätte ich 8Meter Fensterbank zur Verfügung. Zum Glück hat meine Mutter ein großes Haus mit Garten und ist jederzeit dankbarer Abnehmer für meine überzählige Pflanzenpracht.

Diesen Herbst siedle ich in meine neue Wohnung. 55 Quadratmeter statt der üblichen 30, zwei Fensterbänke und ein Balkon (!!!) wollen bepflanzt werden. Ich habe schon einige Einzelpflanzen auf den Balkon gestellt, für den Herbst ein Kisterl mit Erika und Spätblühern zurechtgemacht, aber nächstes Frühjahr gehts dann richtig los! *vorfreu*

12.9.09 13:49


12.09.2009: Es wird eindeutig Herbst

Mein Fenstergarten gibt immer weniger her. Die Tomaten sind noch recht üppig, und zwar die roten Kirschtomaten wie auch die gelbe Sorte. Aber die Zucchini trägt nichts mehr, wahrscheinlich war es ihr schon zu kühl und feucht die letzten Tage. Die Paprikapflanze hat noch einmal schön ausgetrieben, vielleicht kriege ich sie über den Winter. Die Schokominze treibt und blüht und wuchert wie blöde, ist ja schade, dass man damit nicht richtig kochen kann! Aber sie ist doch recht intensiv im Geschmack, sodass kaum die Gefahr besteht, dass ich sie eines Tages wegputzen werde!

Auf der Straße liegen schon Kastanien und ich bin grade am Überlegen, ob ich den Versuch mit dem Waschen mit Kastanien heuer wirklich wagen soll. Noch ist etwas Zeit, ich werde in den nächsten Tagen ein paar Früchte sammeln, wenn es etwas trockener ist, momentan ist alles tropfnass weil es gestern wieder wie aus Kübeln geschüttet hat.

12.9.09 09:58





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